Hätten Sie gedacht, dass die weltweit größte LKW-Fabrik im Weinland Rheinland-Pfalz liegt?

Fahrzeugindustrie als starkes Standbein für Mobilität

Die mehr als 2000 Jahre alten Römerstraßen zeugen anschaulich von der langen Geschichte der Mobilität, des Transports und damit auch der Fahrzeugindustrie in Rheinland-Pfalz. Heute beheimatet das Land in Wörth am Rhein das größte LKW-Werk der Welt, in dem jährlich 100.000 schwere Nutzfahrzeuge für den modernen Bau- und Transportbedarf gefertigt werden. Die Fahrzeugindustrie ist in Rheinland-Pfalz ein äußerst wertvoller Standortfaktor.

Die Fahrzeugindustrie (Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie sowie die Bau- und Landmaschinen) und der Maschinenbau sind zentrale Pfeiler des verarbeitenden Gewerbes in Rheinland-Pfalz. Ihre herausragende Rolle verdanken sie nicht nur ihrer direkten und indirekten Bedeutung für die Wertschöpfung und die Beschäftigungszahlen der Region, sondern auch den tiefgreifenden Erfolgen im Bereich Forschung & Entwicklung und ihrer überdurchschnittlichen Exportquote.

Von Unternehmen mit tausenden Beschäftigten bis hin zu kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in hoch spezialisierten Nischen weisen die Fahrzeugindustrie und die und Maschinenbaubranche in Rheinland-Pfalz eine starke und zugleich heterogene Struktur auf. Herausragender Player ist jedoch die Nutzfahrzeugindustrie, denn hier befinden sich die Entwicklungs- und Produktionsstätten verschiedener weltweit führender Unternehmen.

Der Maschinenbau ist nach Umsatz die drittgrößte Industrie in Rheinland-Pfalz, und von hier aus geben insbesondere die Automatisierungsspezialisten den Ton an – in Deutschland und weltweit.

WIRTSCHAFTSDATEN

Key Figures

Die herausragende Rolle der Fahrzeugindustrie, Maschinenbau- und verwandten Industrien wird nicht zuletzt durch die hohe Anzahl der Beschäftigten von 210.000 bestätigt, die in diesen Branchen beschäftigt sind.

In Rheinland-Pfalz befinden sich die Entwicklungs- und Produktionsstätten verschiedener weltweit führender Unternehmen, unter anderem das größte LKW-Werk der Welt.

Nicht überraschend ist daher, dass rund 15 Prozent aller Arbeitsplätze auf diese Branchen entfallen. 

Der Maschinenbau ist nach Umsatz die drittgrößte Industrie in Rheinland-Pfalz.

VERNETZUNG

Talents & Research

Kaiserslautern beheimatet eine Reihe führender Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen in den Bereichen Robotik, Künstliche Intelligenz (KI) sowie Land- und Baumaschinen. Von hier aus liefern modernste F&E-Aktivitäten nicht nur wichtige Impulse und innovative Ideen, sondern auch einen stetigen Zustrom hochtalentierter Nachwuchskräfte für diese Branchen.

Technische Universität Kaiserslautern
Führende Wissenschaftler in den Bereichen Robotik, Maschinenbau und 5G-Technologie sowie das Zentrum für Nutzfahrzeugtechnik. Mehr Informationen


Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik
Eines der weltweit größten mathematischen Forschungsinstitute arbeitet daran, innovative Impulse zu geben und in Kooperation mit Industriepartnern in die Praxis umzusetzen. Mehr Informationen


Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Das führende deutsche Forschungsinstitut auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologie hat einen Standort in Kaiserslautern. Mehr Informationen


John Deere European Technology Innovation Center (ETIC)
Neben der Koordinierung der F&E-Aktivitäten aller europäischen Aktivitäten von John Deere führt das ETIC F&E-Arbeiten zu den Technologien der Zukunft in Land- und Baumaschinen durch.

Fahrzeug- und Maschinenbaunetzwerke

Erfahrungen und Know-how austauschen, Kontakte pflegen, neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen: Rheinland-Pfalz fördert Vernetzung und Cluster. Hier ist die Automobilindustrie besonders stark.

Commercial Vehicle Cluster (CVC): Rund 90 Partner aus Industrie und Wissenschaft kooperieren zu unterschiedlichsten Themen der Nutzfahrzeugindustrie und setzen derzeit die rheinland-pfälzische Wasserstoffstrategie für Nutzfahrzeuge um.

Commercial Vehicle Alliance (CVA): Eine Kooperation zwischen dem CVC, der Technischen Universität Kaiserslautern, ihrem Zentrum für Nutzfahrzeugtechnik und dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik veranstaltet alle zwei Jahre internationale Symposien für die Nutzfahrzeugindustrie.

    We move it: Dieses F&E-Netzwerk bündelt das gesamte F&E-Know-how der rheinland-pfälzischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Institute und weiteren Kompetenzzentren im Bereich der Fahrzeugindustrie und vernetzt es mit Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – immer mit klarem Fokus auf die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der rheinland-pfälzischen Fahrzeugindustrie. We move it übernimmt auch eine Pilotfunktion für Unternehmen, die mehr über FuE-Kooperationen und Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung in Rheinland-Pfalz erfahren möchten und berät bei der Beantragung staatlicher Fördermittel.

    Fahrzeuginitiative Rheinland-Pfalz: Der unabhängige Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder der Automobilindustrie, vor allem mittelständische Unternehmen aus der Zulieferindustrie und informiert Interessierte über relevante Trends und Entwicklungsmöglichkeiten.

    Technologieinstitut für Metall- und Ingenieurwissenschaften (TIME): TIME unterstützt metallverarbeitende Unternehmen von kleinen Projekten bis hin zu langfristigen kollaborativen Entwicklungsprojekten. Dank des breiten Spektrums an werkstoffkundlichen und fügetechnischen Kompetenzen kann TIME effiziente und zielführende Lösungen in der Metallbearbeitung und im Maschinenbau anbieten.

    Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe GmbH (IVW): Das Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe GmbH (IVW) ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung des Landes Rheinland-Pfalz und der Technischen Universität Kaiserslautern. Es erforscht Grundlagen für zukünftige Anwendungen von Verbundwerkstoffen, die z.B. für die Mobilität der Zukunft, die Bereiche Energie, Klima und Umwelt, die Produktionstechnologie sowie für das Gesundheitswesen von großer Bedeutung sind. Neue Werkstoffe, Bauweisen und Fertigungsprozesse werden untersucht und – nach der Erarbeitung des Grundlagenverständnisses – für die jeweiligen Anforderungen maßgeschneidert. Dabei steht die gesamte Prozesskette von den werkstofflichen Grundlagen über die Charakterisierung und Simulation, die Bauweisen und die Fertigungstechnik bis zum Bauteilversuch und Recycling im Fokus. Neue Ideen und innovative Konzepte sind nicht nur ein essentieller Bestandteil der Forschung und Weiterentwicklung des Institutes, sondern führen auch zu Ausgründungen. Neu erworbenes Wissen wird transferiert, vor allem in die Wissenschaft, aber auch in die Lehre, die interessierte Öffentlichkeit und die industrielle Anwendung.

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