Ludwigshafen: Größter Chemiestandort der Welt

Der Weltmarktführer in der Kunst der Stoffe

Heutzutage ist die chemische Industrie mit ihren rund 70.000 Beschäftigten in Rheinland-Pfalz Gold wert:  Chemie, Gummi und Kunststoffe sind der mit Abstand größte Sektor im verarbeitenden Gewerbe in Rheinland-Pfalz. Das Spektrum reicht vom weltgrößten Chemiewerk BASF in Ludwigshafen bis hin zu zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU).

Neun von zehn dieser Unternehmen haben weniger als 500, mehr als die Hälfte unter 100 Mitarbeiter. Deutschlands weltberühmter Mittelstand dominiert die Branche und treibt Innovationen im ganzen Land voran. In Rheinland-Pfalz sind viele internationale Key-Player, aber auch viele mittelständische Hidden Champions ansässig. Ihre gute Vernetzung untereinander als auch branchenübergreifend stellt einen wichtigen Mehrwert für die vorhanden als auch neuen Unternehmen dar und sichert die Zukunftsfähigkeit nahezu der gesamten Industrie.

WIRTSCHAFTSDATEN

Key Figures

Chemie, Gummi und Kunststoffe sind der mit Abstand größte Sektor im verarbeitenden Gewerbe in Rheinland-Pfalz: Rund 70.000 Menschen sind in diesen Bereichen beschäftigt.  

Allein die Branche ist für 28 Prozent der gesamten rheinland-pfälzischen Industrieproduktion verantwortlich.

Und die rheinland-pfälzische Chemieindustrie lebt von offenen Grenzen: 2018 hatte die chemische Industrie eine Exportquote von 69 Prozent.

Der wachsende Anteil der Industrie zeigt sich auch an der hohen Investitionsquote von 4,9 Prozent, die für diesen Bereich 2017 an zweiter Stelle im Land stand. 

Die Branche leistet Direktinvestitionen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, das sind 7,3 Prozent der gesamten Direktinvestitionen der rheinland-pfälzischen Industrie.

WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Geographische Verbreitung

Die Konzentration der Chemie-, Gummi- und Kunststoffbranche entlang des Rheins überrascht kaum, bietet eine der wichtigsten Binnenwasserstraßen Europas doch herausragende Transport- und Logistikvorteile.

Großvolumige Rohstoffe können kostengünstig per Binnenschiff zu den Werken transportiert und Endprodukte flussabwärts nach Rotterdam, Europas größtem Hafen an der Mündung, gebracht werden. In diesen Regionen finden Neuankömmlinge und Start-ups ein vielversprechendes Geschäftsumfeld.

Deutschlands weltberühmter Mittelstand dominiert die Branche und treibt Innovationen im ganzen Land voran.

VERNETZUNG

Talents & Research

Sowohl die TU Mainz als auch die TU Kaiserslautern bieten BSc- und MSc-Studiengänge in Chemie an, während Forschungsinstitute in angrenzenden Bereichen neue Wege gehen. Talentierte Absolventen sind Gold wert und bleiben wegen der hohen Lebensqualität oft lieber in Rheinland-Pfalz.
 


Fachbereich Chemie Universität Mainz


Fachbereich Chemie TU Kaiserslautern 



Start-ups, die in der Chemie-, Gummi- und Kunststoffbranche Fuß fassen wollen, kommen eher aus den Bereichen IT und Software. Dank des günstigen Gründerklimas in Rheinland-Pfalz, investieren etablierte Weltmarktführer oder mittelständische Unternehmen aus der Chemie-, Gummi- und Kunststoffbranche in Start-ups.

Netzwerke

Erfahrungen und Know-how austauschen, Kontakte pflegen, neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen: Rheinland-Pfalz fördert das Networking.

Chem2Biz

Diese Initiative unterstützt Unternehmensgründer, Start-ups und bestehende Unternehmen aus der chemischen und verwandten Industrien. Es dient auch als Plattform, um Cross-Innovation-Potenziale aufzuzeigen, die Vernetzung zu verbessern und konstruktive Zusammenarbeit und innovative Ideen anzuregen. Gemeinsame Handlungsfelder für branchenübergreifende Kooperationen und neue Projekte werden in Cross-Innovations-Workshops thematisiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der IT-Branche und der Umsetzung interessanter Ideen und innovativer Lösungen in der chemischen Industrie.

Composite United CU West: Der Cluster CU West trägt mit seiner Arbeit zur Stärkung regionaler Kompetenzen auf dem Gebiet der Hochleistungs-Faserverbundtechnologie bei. Mit dem Leibnitz Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) und dem Institut für Textiltechnik (ITA) werden Zukunftstechnologien in verschiedenen Arbeitsgruppen bearbeitet.

Kunststoffnetzwerk Rheinland-Pfalz: Seit 2000 besteht das Kunststoffnetzwerk Rheinland-Pfalz aus Dienstleistern und Herstellern der Branche mit dem Ziel des technisch-wissenschaftlichen Austausches und der Entwicklung gemeinsamer Akquise- und Vertriebstätigkeiten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit mithilfe des Netzwerkes, durch einander ergänzende Leistungsportfolios, auch Komplettlösungen anzubieten.  

Durch die gut vernetzte Forschungslandschaft entlang der Prozesskette von Kunststoffen in Rheinland-Pfalz mit deren Universitäten, Hochschulen und Instituten, wie zum Beispiel dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz als auch dem Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) in Kaiserslautern können Industriepartner auf eine sehr große Expertise im Land zurückgreifen.

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