Wo Lebensfreude mehr als eine Quelle hat

Warum edle Quellen dem Wein das Wasser reichen können

Als Georg Kreuzberg 1852 einen Eifelweinberg kaufte, ahnte er nicht, was er unter den Reben vorfinden würde. Als er herausfinden wollte, warum seine Trauben nicht wuchsen, entdeckte er unter den Rebstöcken eine Quelle mit hochwertigem Mineralwasser und nannte sie nach dem Schutzpatron des Weines Apollinaris. Die „Königin“ unter den Tafelwassern ist nicht der einzige Beleg für eine fast symbiotische Beziehung zwischen der Frucht des Weinstocks und einer erstklassigen Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, die von ergiebigen Böden und reinem Quellwasser in Rheinland-Pfalz genährt wird.

16 Mineralwasserunternehmen (darunter Gerolsteiner Brunnen, Nestlé Waters und Fachingen Heil- und Mineralbrunnen), zahlreiche Brauereien von nationaler und internationaler Bedeutung (zum Beispiel Bitburger), Fruchtsafthersteller wie Eckes-Granini, Großmolkereien (unter anderem MUH Arla und Hochwald Milch), führende Hersteller von Süßwaren und Snacks wie Intersnack Knabber-Gebäck, Haribo, Griesson-de Beukelaer und WAWI-Süßwaren Saisonspezialitäten, Tiefkühlunternehmen wie Dr. Oetker und FRoSTA sowie Hersteller von Backwaren (zum Beispiel Ditsch) haben Rheinland-Pfalz zu einem führenden Standort für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie in Europa gemacht.

Ihre wirtschaftliche Bedeutung in Rheinland-Pfalz ist deutlich höher als in Deutschland insgesamt, da ihr Anteil am Umsatz 2,7-fach und an der Beschäftigung 2,1-fach über dem deutschen Durchschnitt liegt. Die Erfolgsgeschichten der Nahrungs- und Genussmittelindustrie in Rheinland-Pfalz beruhen zudem nicht nur auf der guten Wasser- und Bodenqualität.

Rheinland-Pfalz ist bestens gerüstet, um von der Präferenz der Verbraucher im In- und Ausland für hochwertige Speisen und Getränke aus einer bestimmten Region zu profitieren.

Unser Bundesland ist reich an landwirtschaftlichen Flächen, reinem Quellwasser und natürlichen Ressourcen. Logistisch gesehen könnte es nicht besser gelegen sein – im Herzen Europas mit hervorragender Straßen-, Schienen- und Binnenwasseranbindung an das übrige Deutschland und die Nachbarländer.

WIRTSCHAFTSDATEN

Key Figures

In Rheinland-Pfalz sind in der Lebensmitel- und Nahrungsmittelindustrie mehr als 275 Lebensmittelunternehmen mit über 20 Mitarbeitern ansässig. Darunter zahlreiche Unternehmen, die von nationaler und internationaler Bedeutung sind. 

Mehr als 46 Hersteller von alkoholischen oder alkoholfreien Getränken haben sich bereits für den goldenen Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz entschieden.

Hier sind viele bekannte Marken Zuhause - unter anderem Bitburger Bier, Eckes-Granini Fruchtsäfte oder Apollinaris Mineralwasser.

Insgesamt sind über 42.000 Mitarbeiter in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie tätig. Der Anteil an der Beschäftigung in der Branche liegt somit 2,1-fach über dem deutschen Durchschnitt.

WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Geografische Verbreitung

Da die Lebensmittel- und Getränkeindustrie über ganz Rheinland-Pfalz verteilt ist, gibt es keine spezifischen Cluster, sondern zahlreiche Standorte, in denen Unternehmen auf eine lange Tradition von Qualitätsprodukten zurückblicken und auf eine Fülle lokaler Kompetenzen zählen können.

Rheinland-Pfalz ist einer der führenden Standorte für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie in Europa.

VERNETZUNG

Talents & Research

Seit 1936 bildet die Deutsche Lebensmittelakademie in Neuwied erfolgreich junge Menschen für eine Karriere im Lebensmitteleinzelhandel aus. Die Ernährungsakademie am Rheinufer ist die einzige Fachhochschule ihrer Art in Deutschland.

Derzeit baut die Food Academy ein Supermarkt-Kompetenzzentrum auf, in dem Auszubildenden und Führungsnachwuchskräften in praxisorientierten Kursen umfassende Kompetenzen rund um den Supermarkt vermittelt werden.

Zwei Hochschulen in Rheinland-Pfalz versorgen die Lebensmittel- und Getränkeindustrie stetig mit Nachwuchskräften. Die Hochschule Trier bietet Studierenden einen B.Eng. Studium der Lebensmitteltechnik und der Fachhochschule Kaiserslautern einen B.Sc. in der Lebensmittelchemie.

Auf der anderen Rheinseite von Ingelheim und Bingen bietet die Hochschule Geisenheim B.Sc. und M.Sc. Studiengänge der Getränketechnik mit besonderem Schwerpunkt auf Fruchtsäfte, Bier und Spirituosen. Der 2018 gegründete Lehrstuhl für Getränkeforschung der Universität beschäftigt sich hauptsächlich mit der Verfahrenstechnik und der physikalisch-chemischen Charakterisierung von alkoholfreien und alkoholischen Getränken verbunden mit der entsprechenden Entwicklung analytischer Methoden.

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