Heilende Wirkung, made in Rheinland-Pfalz.

Mit vitalem Stoff für ein besseres Leben an die Weltspitze

Die Entwicklung vom reinen Zaubermittel zur wirksamen Arznei ist eine der wichtigsten Errungenschaften der Menschheitsgeschichte. Die moderne Pharmazeutik hat als Säule für die Gesundheit mehr unmittelbaren Einfluss auf unser Leben als nahezu jede andere Wissenschaft. In wenigen Fragen sind sich die Bürger:innen in Deutschland daher auch so einig: 91 Prozent der Menschen halten es für wichtig, dass Deutschland und Europa eine eigene leistungsfähige Pharmaindustrie und Gesundheitswirtschaft haben.

Rheinland-Pfalz nimmt in diesen Bereichen mit Leuchtturm-Unternehmen wie BioNtech und Boehringer-Ingelheim eine europaweite Schlüsselrolle ein. Und das nicht nur, da BioNTech den Weg zur Bekämpfung einer globalen Pandemie geebnet hat: Die Entwicklung des ersten Corona-Impfstoffs der Welt in Mainz belegt eindrucksvoll, welche Innovationskraft der global stark wachsende Gesundheitsmarkt birgt. Auch Boehringer Ingelheim mit seinem Headquarter in Ingelheim am Rhein ist mit seinen weltweit rund 52.000 Mitarbeitenden und einer Bruttowertschöpfung aus den Geschäften in Deutschland (2020) von 6,4 Milliarden Euro der größte deutsche forschende Pharmakonzern: Das Unternehmen richtet den Fokus seiner Forschungstätigkeit insbesondere auf Erkrankungen, für die es bislang noch keine zufriedenstellende Behandlungsmöglichkeit gibt.

In einem starken Netz aus rund 4500 Forscherinnen und Forschern, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmens-Netzwerken hat Rheinland-Pfalz die besten Voraussetzungen, um europaweit eine Führungsrolle in der Gesundheitswirtschaft zu übernehmen. Dieser Teilbereich ist daher gemeinsam mit der Lebenswissenschaft eine der Potenzialbereiche der Innovationsstrategie des Landes Rheinland-Pfalz. Das Ziel ist eine systematische Stärkung der Innovationskraft der Unternehmen wie auch der Leistungsfähigkeit der Hochschulen und Forschungseinrichtungen als Garanten der weiteren Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Die Digitalstrategie des Landes Rheinland-Pfalz setzt dabei auf Innovationen durch „AI in Health“, Telemedizin oder digitale Medizinprodukte. 

Digitale Innovationen bieten enorme Potenziale für die Wertschöpfung der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft, transformieren Geschäftsmodelle und Kooperationen für die Wettbewerbsfähigkeit auch in der Zukunft und sichern einen der wichtigsten Werte unserer Zeit: Gesundheit. Denn Investition in Gesundheit ist Investition in die Menschheit.

BioNtech hat mit seinem Impfstoff den Weg zur Bekämpfung einer globalen Pandemie geebnet.

WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Geographische Verbreitung

Die Pharmaindustrie ist eng mit der industriellen Gesundheitswirtschaft verknüpft: beide Industriezweige zusammen bieten für Rheinland-Pfalz optimale Voraussetzungen, sich zu einem der global führenden Standorte in der Gesundheitswirtschaft zu entwickeln. 

Neuankömmlinge und Start-ups profitieren zudem von einem inspirierend innovativen Umfeld, nicht zuletzt dank hervorragender Networking- und Rekrutierungsmöglichkeiten in Rheinland-Pfalz. Es ist kein Zufall, dass BioNTech in der Landeshauptstadt Mainz gegründet wurde und die beiden Gründer, Ugur Sahin und Özlem Türeci, an der Universität Mainz studiert haben.

„AI in Health“, Telemedizin oder digitale Medizinprodukte – digitale Innovationen bieten enorme Potenziale.

VERNETZUNG

Talents & Research

Im Jahr 2019 waren 338.000 Personen in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft tätig. Dies entspricht einem Anteil von 16,5 Prozent an allen Erwerbstätigen. Seit 2009 ist die Zahl der Erwerbstätigen um 1,6 Prozent pro Jahr angestiegen. Im Jahr 2018 erwirtschaftete jede erwerbstätige Person in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft im Durchschnitt eine Bruttowertschöpfung von knapp 51.100 Euro. Damit liegt die Produktivität um rund 2.000 Euro über dem Durchschnitt aller Bundesländer. 

Und auch die Pharmabranche trägt zur Wertschöpfung bei: Zu dem starken, pharmazeutischen Branchennetzwerk gehört unter anderem die Abbvie Deutschland GmbH & Co. KG in Ludwigshafen: Sie ist Teil des amerikanischen Abbvie-Konzerns. Ludwigshafen ist der zweitgrößte Konzernstandort und der größte Forschungs- und Entwicklungs-Standort außerhalb der USA.

Von den rund 1.900 Mitarbeitern sind allein 1.000 im Bereich Forschung und Entwicklung tätig sowie 900 in der Produktion. Das Unternehmen ist der zweitgrößte Arbeitgeber vor Ort. Der Fokus der Abbvie-Forschung liegt in Bereichen mit hohem medizinischem Heilungs- und Behandlungs-Bedarf wie Hepatitis C, Krankheiten des zentralen Nervensystems, Krebs, und Erkrankungen des Immunsystems. Aus den hiesigen Labors stammt u.a. das Rheuma-Mittel Humira, das bislang weltweit mit Abstand umsatzstärkste Medikament.

Netzwerke

Auch im Bereich Pharma und Gesundheitswirtschaft profitieren die Rheinland-Pfälzer davon, Erfahrungen und Know-How auszutauschen und sich zu vernetzen.

InnoNet HealthEconomy – Netzwerk der Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz: Das Netzwerk verbindet die innovativen Akteure der Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz und benachbarter Regionen. Derzeit umfasst es 56 Mitglieder.

www.innonet-healtheconomy.com/de

    Transferinitiative – personalisierte Medizin: Die Transferinitiative Rheinland-Pfalz soll die Wettbewerbsfähigkeit des Innovationssystems Rheinland-Pfalz sicherstellen und erhöhen. Ein Schwerpunkt ist die personalisierte Medizin, die Therapien und Gesundheitsangebote an die spezifischen Bedürfnisse von Patient:innen anpasst. 

    www.transferinitiative-rlp.de

      CI3-Cluster: Das „Cluster for Individualized Immune Intervention“ (Ci3) e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, personalisierte Medizin und individualisierte Immuntherapien zur Behandlung schwerer Krankheiten wie Krebs voranzubringen. Dafür wird die Zusammenarbeit von Wissenschaft, KMUs, Großunternehmen, Behörden und der Öffentlichkeit sowie deren Innovationskraft gefördert.

      www.ci-3.de

        Zurück nach oben scrollen